Was die Sterbeurkunde ist — und was nicht

Die Sterbeurkunde ist die amtliche Bestätigung des Todes. Sie entsteht beim Standesamt, das den Tod beurkundet — meist in der Gemeinde, in der der Mensch gestorben ist. Das Standesamt am Wohnort des Verstorbenen ist meist eine andere Behörde.

Wichtig: Die Urkunde ist nicht dasselbe wie die Todesbescheinigung. Die Todesbescheinigung (auch „Totenschein") stellt der Arzt beim Feststellen des Todes aus — sie geht an das Standesamt und wird NICHT an dich herausgegeben. Für Banken und Versicherungen brauchst du immer die Sterbeurkunde.

Wie viele brauchst du wirklich?

  • Bank: mind. 1 Original für die Kontoeinsicht/Sperre — Banken behalten die Kopie, gib also genügend mit
  • Versicherungen: je 1 Original pro Police (Lebens-, Sterbegeld-, Unfallversicherung)
  • Grundbuchamt: 1 Original, wenn Immobilien im Spiel sind
  • Arbeitgeber/Pension: 1 Original für die Abmeldung von Rente oder Gehalt
  • Deutsche Rentenversicherung: 1 Original, wenn Rente lief
  • Erbschein beim Nachlassgericht: 1 Original — für den offiziellen Erbnachweis
Unser Rat: Bestell lieber 8–10 Urkunden direkt mit. Jede kostet ca. 11–12 €, aber du sparst dir Wege und Wartezeiten. Reste behältst du — sie werden bei Erbschaftsangelegenheiten später wieder gebraucht.

Was du mitbringst (Standesamt)

  1. Todesbescheinigung (vom Arzt — die bekommst du vom Bestatter oder der Klinik)
  2. Ausweis oder Reisepass des Verstorbenen
  3. Personalausweis des Verstorbenen
  4. Ggf. Heiratsurkunde bzw. Familienstammbuch
  5. Dein eigenes Ausweisdokument

Wie lange dauert es?

Die Urkunde ist meist nach 2–3 Werktagen abholbereit — in den meisten Fällen übernimmt dein Bestatter den kompletten Gang zum Standesamt und die Abholung für dich. Frag einfach danach, das gehört in fast allen Fällen zum Leistungsumfang.

Was andere fragen

Viele Standesämter bieten den Antrag online an — verlässlich geht es aber meist über den Bestatter, der die Beurkundung ohnehin begleitet. Wenn du selbst hin gehst: Ruf vorher an und frag nach Termin und nötigen Dokumenten. Manche Ämter verlangen einen Termin.
Für die meisten Länder reicht die internationale Sterbeurkunde (mehrsprachig) — bestell sie direkt mit, sie kostet dasselbe. Manche Länder verlangen zusätzlich eine Apostille (Beglaubigung der Landgerichte). Frag beim Standesamt nach, wenn die Bestattung oder Erbschaft im Ausland läuft.
Fast alle Institutionen verlangen ein Original — einfache Kopien werden fast nie akzeptiert. Ausnahme: Manche Banken und Versicherungen akzeptieren für erste Schritte eine Kopie, verlangen dann aber das Original nach. Plane mit 8–10 Exemplaren, dann bist du auf der sicheren Seite.
Fachlich geprüft durch die Bestatter von bestattung.de · Zuletzt aktualisiert: September 2026